Hier kommen Dozenten und Verband zu Wort
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Kapt. Prof. Dr. Christoph Wand, Fachbereich Seefahrt der Jade Hochschule Wilhelmshaven / Oldenburg / Elsfleth, Fachbereich Seefahrt in Elsfleth (FH OOW).
„Das Thema Ausbildung wird bei Beluga Shipping mit der Sea Academy groß geschrieben, das begrüßen und unterstützen wir nach Kräften. Das Konzept mit eigenen Ausbildungsschiffen und Trainingsoffizieren hat sich als so erfolgreich erwiesen, dass sich mittlerweile bereits andere Reedereien daran zu orientieren beginnen.
Das Nautik-Studium ist anspruchsvoll und fordernd konzipiert. Viele verschiedene Themen wie Mathematik und Technik aber auch Ökonomie, Soziologie und Psychologie spielen hier hinein. Das macht das Ganze interessant und vielseitig, allerdings ist die Arbeitsbelastung während des gesamten Studiums vergleichsweise hoch. Die Studenten profitieren von einer besonderen Atmosphäre: Wir sind oftmals selbst lange zu See gefahren und sehen sie als zukünftige Kollegen an, die wir optimal auf ihre Aufgaben auf einem Schiff vorbereiten wollen.
Für die Zulassung an der FH OOW ist die Vorlage des Seediensttauglichkeitszeugnis und das Vorweisen eines Praxissemestervertrages notwendig. Erst damit werden die Bewerberinnen und Bewerber in das Zulassungsverfahren aufgenommen. Die Reedereien sind sozusagen die ersten, die potenzielle Studenten auf ihre Eignung und Fähigkeiten abklopfen.“
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Prof. Capt. Peter Irminger, Hochschule Bremen, Fakultät 5, Bereich Nautik und Seefahrt
„Die Sea Academy setzt bei ihrem Modell sehr stark auf Qualität bei der Ausbildung an Bord sowie umfassende Betreuung durch qualifiziertes und speziell geschultes Personal. Dieser Aspekt hat entscheidende Bedeutung bei den Studenten und Studienbewerbern gewonnen, da sie sich ihre Reedereien gerade nach solchen Kriterien aussuchen.
Besonders Frauen ermutige ich, weiter in die frühere Männerdomäne Seefahrt zu drängen. Bereits heute ist jeder fünfte Studienanfänger im Fach Nautik an der Hochschule Bremen weiblich. Zudem ist das Studium so konzipiert, dass ein Wechsel an Land nicht mehr schwer fällt. Erfahrene Kapitäne und Schiffsoffiziere sind begehrte Fachleute bei Reedereien, Hafenbehörden, Versicherungen oder arbeiten als Lotsen oder Makler, so dass man als Abiturient bei seiner Studienentscheidung nicht automatisch ein Leben auf See wählt.
Bei der Zulassung zum Studium wird der volle Kompetenzcheck kommen, denn eine hervorragende Abiturnote ist nicht gleichbedeutend mit der Eignung für den Beruf. Wir streben ein Zulassungsmodell an, das zu 55 Prozent die Abiturnote und zu 45 Prozent die persönliche Kompetenz für dieses Berufsfeld berücksichtigt.“
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Dr. Hans Heinrich Nöll, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder (VDR)
„Der VDR setzt sich für die verstärkte Ausbildung des seemännischen Nachwuchses ein und begrüßt daher das vorbildliche Engagement von Beluga Shipping mit der Sea Academy. Ein Mangel an Schiffsoffizieren zeichnet sich bereits seit mehreren Jahren ab. Qualifizierter Nachwuchs wird dringend für die nach wie vor weltweit expandierenden Flotten benötigt. Für die nächsten drei Jahre stehen etwa 1300 neue Schiffe in den Orderbüchern der Werften, bei einer geringen Abwrackquote bedeutet dies einen hohen Nettozuwachs. Nicht nur für diese Neubauten wird händeringend nach qualifiziertem Personal gesucht. Bei etwa vier bis fünf benötigten Offizieren pro Schiff lässt sich leicht ausrechnen, wie sich der Bedarf entwickeln wird. Einzelne Reedereien und der VDR investieren zweistellige Millionenbeträge in die Ausbildung. Beluga Shipping hat mit der Sea Academy schon vor Jahren einen großen Schritt in die richtige Richtung getan, um dem Mangel an Fachkräfte zu begegnen. Wir werben intensiv für mehr Initiativen dieser Art.“
Expertenrunde: Nachwuchsförderung in der Schifffahrt





